Archiv für den Monat: November 2013

Diamant „Pink Star“

Diamant „Pink Star“ für Rekordsumme versteigert.

Der Diamant „Pink Star“ ist in Genf für die Rekordsumme von 62 Millionen Euro und quasi in Rekordzeit von nur 5 Minuten versteigert worden.
Der 59,60 Karat schwere lupenreine pinkfarbene Diamant von außergewöhnlicher Reinheit und Brillanz ist somit der teuerte Diamant der Welt. Zuvor wurde der Stein von Sotheby’s auf über 44 Millionen Euro taxiert worden und übertraf damit den geschätzen Wert nochmal um 18 millionen Euro. Der neue Eigentümer ist naturgemäß anonym. Bisher hielt der sogenannte „Graff Pink“ mit  24,8 Karat den Werterekord. Er wurde bei einer Auktion im Jahre 2010 für 34,2 Millionen Euro versteigert. Laut Sotheby’s sind in den letzten vergangenen Jahren gerade farbige Diamanten stark in Mode gekommen. Erst vor kurzem wurde bei Christie’s ein 14,82 Karat schwerer Edelstein für 26,5 Millionen Euro versteigert. Der Karatpreis lag somit bei unfassbaren 1,8 Millionen Euro.

Der „Pink Star“ Diamant wurde von DeBeers 1999 in Südafrika gefördert. Der Rohdiamant von 132,5 Karat wurde über 2 Jahre lang von Steinmetz Diamonds begutachtet, geschliffen und poliert. Nur so konnte der heutige Wert erzielt werden. Ursprünglich als Steinmetz Pink tituliert, wurde aus Tradition heraus der Name mit dem ersten Wechsel an den neuen Besitzer geändert in Pink Star.

Ein pinkfarbener Diamant von solcher Güte sind auch in den Schatzkammern von Staaten, oder Königshäusern sehr selten. Der Pink Star nimmt eine herausragende Stellung dahingehend ein. Kein vergleichbarer rosafarbener Diamant ist dort zu finden. Somit ist der Wert schier unermesslich.

Schwarze Diamanten

Für die schwarze Farbe eines Diamanten sind Graphiteinschlüsse verantwortlich. Das Graphit lässt den Diamanten schwarz aussehen. Schwarze Diamanten sind dadurch, dass Sie nicht transparent sind, schwer zu verarbeiten (Schleifen). Durch das Graphit wird bei geschliffenen schwarzen Diamanten meist ein deutliches Einschlussbild erkennbar sein. Das Einschlussbild zeigt sich teilweise als sogenannte „Kratzer“ oder in einer porigen Oberfläche, welche bei schwarzen Diamanten als normal bezeichnet wird. Perfekte geschliffene schwarze Diamanten sind eher selten zu finden.

Der wohl berühmteste schwarze Diamant ist der „The Black Orlov“ mit 67,50 Karat. Es heisst, dass der Rohdiamant mit einem Gewicht von 195 Karat in Indien gefunden wurde. Der größte geschliffene schwarze Diamant ist der „The Spirit of Grisogono“ mit 312.24 Karat. Der Rohdiamant wog 587 Karat.

Schwarze Diamanten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Die Schlichtheit eines schwarzen Diamanten macht ihn begehrt. Selbstverständlich spielt auch der Preis hierbei eine Rolle. Ein perfekter schwarzer 1.00 Karat Diamant ohne sichtbare Einschlüsse ist bereits ab ca. 350.00 Euro zu bekommen, wobei ein weißer 1.00 Karäter erst ab ca. 2000.00 Euro erhältlich ist (Je nach Schliffgüte, Reinheit und Farbe). Der schwarze Diamant wird sowohl in Ohrsteckern als auch in Ringen als Solitärdiamant bevorzugt. Selbst ein 10.00 Karäter schwarzen Diamanten sieht als Solitär in einem Ring gefasst nicht zu üppig aus. Die Fundorte von schwarzen Diamanten liegen nur in Zentralafrika und Brasilien.

Schwarze Diamanten sind echte Diamanten! Es sind Kristalle aus reinem Kohlenstoff, sogenannte „Karbonado“. Schwarze Diamanten haben aufgrund Ihrer schwarzen Farbe nicht so ein „Feuer“ wie weiße Diamanten, da diese das Licht absorbieren, anstatt es zu brechen.

Es sind echte Diamanten, aber sie haben eine andere kristalline Struktur. Die gleichmäßige Kristallstruktur eigentlicher Diamanten (transparente Diamanten) bewirkt, dass ein geschliffener Diamant seine volle Leuchtkraft entwickeln und das eintreffende Licht in allen Regenbogenfarben reflektiert werden kann.

Anders sieht es bei schwarzen Diamanten aus. Schwarze Diamanten haben eine polykristalline Struktur, welches ein kristalliner Festkörper ist, der wiederum aus vielen kleinen Einzelkristallen besteht. Durch das Schleifen eines schwarzen Diamanten kann man die Oberfläche so gestallten, dass diese glänzt, jedoch das meiste Licht absorbiert wird.

Interessant ist die Herkunft der schwarzen Diamanten, da diese aus dem interstellaren Weltraum stammen. Ein Team von US Geologen haben Beweise für diesen Ursprung der schwarzen Diamanten veröffentlicht. Sie haben herausgefunden, dass schwarze Diamanten aus feinen Elementen Stickstoff und Wasserstoff bestehen, welche Indikatoren ihres extraterrestrischen Ursprungs enthalten. Die chemischen Eigenschaften des Karbonado weisen darauf hin, dass das Mineral in einer Supernova-Explosion noch vor der Bildung unseres Sonnensystems entstand. Die schwarzen Diamanten sind schließlich mit Meteoriten, oder als einzelner großer Diamant, welcher bei seinem Aufschlag zertrümmerte zu uns auf die Erde gelangt.

Edelmetalle

Edelmetalle sind korrosionsbeständig, weshalb sie seit jeher bevorzugt zur Schmuckherstellung genutzt werden.
Die Korrosionsbeständigkeit der Edelmetalle liegt darin, dass diese Metalle keine chemische Verbindung mit Sauerstoffmolekülen eingehen. Es findet somit quasi kein Zersetzungsprozess wie Rost o.ä. statt.

Edelmetalle, die für die Schmuckherstellung genutzt werden, sind vorwiegend Gold, Platin und Silber.

Wissenswertes über Edelmetalle:

Edelmetalle: Goldförderung und Bedarf des Edelmetalls

Durchschnittlich werden ca. 3000 Tonnen Gold pro Jahr gefördert. In den 1970er Jahren wurde in Südafrika noch das meiste Gold mit ca. 1000 Tonnen/Dekade gefördert.  Mittlerweile liegt China mit ca. 340 Tonnen/Jahr bei der Förderung dieses Edelmetalls an der Spitze. Die Fördermenge in Südafrika liegt bei ca. 188 Tonnen im Jahr.  Den größten jährlichen Bedarf an gefördertem Gold hat die Schmuckindustrie. Gut 65 Prozent der jährlich geförderten Menge des Goldes wird zu Schmuck verarbeitet.  Hierbei spielt die immer größer werdende Bevölkerungszahl eine wichtige Rolle, da es in vielen Kulturen zur Tradition gehört, bei besonderen Anlässen Goldschmuck und Goldmünzen zu verschenken. Beispielsweise werden bei türkischen Hochzeiten vorzugsweise Goldschmuck und Goldmünzen an das Brautpaar verschenkt. Dieses Gold soll später dazu dienen, die Hochzeit eines der Kinder zu finanzieren.

Hauptabnehmer des Goldes für die Schmuckproduktion sind die USA, China, Indien und die Türkei!

 

Edelmetalle: Platin und seine Namensherkunft:

An der 79. Stelle des Periodensystems der Elemente findet man Platin, das mit dem Symbol Pt gekennzeichnet wird. Schmuckstücke aus diesem Edelmetall werden ebenfalls mit dem Kürzel PT gestempelt/Punziert. Der ursprüngliche Name stammt aus dem Spanischen (Platina), das soviel bedeutet wie (kleines Silber oder geringfügiges Silber). Das Wort Silber heißt im Spanischen (Plata). Bereits im 17. Jahrhundert fanden Spanier beim Goldwaschen große Mengen des Edelmetalls in Flüssen. Die Spanier erkannten, dass das Edelmetall die selbe Dichte und somit auch fast das selbe spezifische Gewicht wie Gold hatte, hielten es jedoch für wertlos und unbrauchbar (Nicht reifes Gold) und warfen es teilweise zurück in die Flüsse. Die spanische Regierung erkannte, dass man dieses Edelmetall aufgrund der selben spezifischen Eigenschaften auch zum “verfälschen” oder “strecken” von Gold benutzen könne und verhängt somit ein totales Exportverbot für das “kleine Silber”.
Abbildungen von Schmuckstücken aus Edelmetalle wie Gold und Platin:

Edelmetalle Goldringe 750er   Edelmetalle Weißgoldring Edelmetalle Ring