Archiv des Autors: Michael Serfling

HPHT Diamanten

HPHT Behandlung (Hochdruck-Hochtemperatur Behandlung)

Eine weitere Behandlung zur Verbesserung von Diamanten ist die sogenannte HPHT Behandlung (engl. High Pressure – High Temperature Treatment).
Diamanten, die braune Einschlüsse, oder ähnlich gelagerte Verunreinigungen haben, werden durch die HPHT Methode aufgehellt, oder gänzlich entfernt. Abhängig von der Art des Diamanten lässt sich eine Verbesserung der bestehende Farbe erreichen, oder eine gewünschte Sättigung.
Das Verfahren, das Diamanten zur Farblosigkeit behandelt werden können, wurde 1999 von General Electric eingeführt. Braune Diamanten des Typs IIa, haben wenig, bis kaum messbaren Stickstoff in der Kristallgitterstruktur.
Die braune Trübung verdankt der Diamant strukturellen Defekten, die während des Kristallwachstuns entstehen. Dabei reicht der Umfang der Defekte von punktuellen Defekten, sogenannten Cluster bzw. Leerstellen auf den Zwischengitterplätzen, von Liniendefekten, bis hin zu Flächendefekten.
Die Braunfärbung ist auf diese strukturellen Defekte zurückzuführen, die teils durch plastische Verformungen entstanden sind.
Man nimmt an, dass diese Verformungen durch die HPHT Methode repariert werden, sodass der Stein aufhellt und weiß wird. (Diese Annahme ist jedoch umstritten bei einigen Forschern). Diamanten des Typs Ia, die Stickstoffverunreinigen in ihren Clustern haben, können auch durch die HPHT Methode in ihrer Farbe verändert werden. Synthetische Diamanten, die durch die HPHT Methode behandelt wurden, um ihre optischen Eigenschaften zu verändern, können nur schwerlich von natürlichen Diamanten unterschieden werden.
Im HPHT Verfahren werden Drücke von 70.000 Atmosphären und Temperaturen von bis zu 2000° C verwendet.
Die Identifizierung von HPHT behandelten Diamanten ist in gemologischen Laboren möglich. Zum Einsatz kommen Verfahren wie die Fourier-Transformations-Spektroskopie (FTIR), als auch die Raman-Spektroskopie, die das Absorptionsspektrum im sichtbaren, als auch Infrarotbereich verdächtiger Diamanten analysiert. Dabei werden charakteristische Absorptionslinien in Bezug auf die Temperaturen untersucht. Hauptmerkmale, die unter dem Mikroskop zu sehen sind: Innere Körnung (Typ IIa), teilweise reparierte Strukturen, trübes Aussehen einiger Bereiche etc.
Diamanten, die durch das von General Electric erfundene Verfahren HPHT behandelt wurden, bekommen eine Laser Inschrift (GE POL, oder POL = Pegasus Overseas Ltd. = Partnerfirma von General Electric) auf die Rundiste des Diamanten. Man kann diese Identifizierung wegpolieren. Dies stellt jedoch kein vertrauenswürdiges Handeln dar. Die HPHT Methode ist von Dauer. Dem Käufer eines HPHT Diamanten sollte mitgeteilt werden, dass eine Behandlung vorlag.

Farbbehandelter Pink Diamant HPHT

Farbbehandelter Pink Diamant HPHT

Coated Diamanten

Coated Diamanten

Die Anfänge des sogenannten Coated Diamanten gehen zurück bis in die Viktorianische, respektive Georgische Ära. In der Zeit war es gängige Praxis, dass die Oberfläche des Edelsteins – neben dem polieren und schneiden – mit farbiger Alufolie ummantelt (Coated) wurde. Dies stellte die erste Behandlung (Treatment) von Diamanten dar.
Vereinzelt wurden solche Diamanten in geschlossenen Schmuckstücken eingesetzt, dass die Untersuchung und den Echtheitsnachweis problematisch machten.
Unter Vergrößerung ließ sich erkennen, dass sich Bereiche der Aluummantelung vom Edelstein ablösten und augenscheinlich Flocken bildeten. Ferner bildete sich auch Feuchtigkeit zwischen dem Edelstein und der Folie, sodass sich die Farbe abbaute und untergleichmäßige Färbungen entstanden.
Jedoch auf Grund des antiken Status wurden Diamanten in älterem Schmuck nicht in Ihrem Wert beeinträchtigt.
In der Neuzeit wurden anspruchsvollere Oberflächenbeschichtungen entwickelt. Dazu gehören hauchdünne Beschichtungen mit blauvioletten Farbstoffen und unter Vakuum aufgetragener Magnesiumfluoridschichten die der Magnesiumsfluorid-Beschichtung von Kameraobjektiven ähnelt.
Diese Beschichtungen führen dazu, dass z.B. ein gelb getönter Diamant „bleich“ wirkt. Beide Farben sind komplementär zueinander und bewirken, dass sich die Farben aufheben. Der Coated Diamant wirkt weiß.
Die Beschichtung durch diese Behandlungsmethode ist unter härtesten Bedingungen nur schwerlich zu erkennen.
Während aufgetragene Farbstoffe unter heißem Wasser oder Alkohol entfernt werden können, ist bei der unter Vakuum aufgetragenen Magnesiumfluoridschichtbehandlung Schwefelsäure notwendig, um den aufgetragenen Film zu entfernen. Bei starker Vergrößerung kann der aufgetragene Film nachgewiesen werden, da Luftblasen eingeschlossen wurden und die Beschichtung „erhöht“ wirkt und abplatzt.
Eine weitere Behandlungsmethode ist das Bestauben von Diamantstaub auf synthetischen Diamanten. Durch diese Methode wird ein echter Diamant simuliert. Der synthetische Diamant erhält durch diese Behandlungsmethode bestimmte Eigenschaften eines echten Diamanten, darunter höhere Kratz- und Verschleißfestigkeit, eine höhere Wärmeleitfähigkeit als auch eine geringere elektrische Leitfähigkeit.
Während die Kratz- und Verschleißfestigkeit ein legitimes und anzustrebendes Ziel bei echten Diamanten ist, sind die Methoden zum Zwecke der Irreführung (synthetischen Diamanten zum „echten“ Diamanten) als verwerflich und unseriös anzusehen.

Coated Pink Diamant

Diamanten, ihren Schliff und Entwicklung

Obgleich Diamanten schon mehrere tausend Jahre bekannt sind, erfolgte die Bearbeitung zur Erhöhung des optischen Effektes erst im 13. Jahrhundert.

Zuvor wurden Rohsteine benutzt, deren Kanten allenfalls abgeschliffen wurden, um die Optik zu erhöhen. Nun aber erfolgt ein abschleifen bzw. polieren der geraden Flächen des Oktaeder mit größerer Sorgfalt. Es entsteht der wirklich erste Brillantschliff des „Spitzstein“, benannt nach der kristaline Form. Dieser Schliff markiert den Anfang einer Schleifentwicklung, an deren Ende der moderne Brillantschliff steht.

Im 14. Jahrhundert entwickelt sich der sogenannte Dickstein, auch Tafelstein genannt. Es ist ein Oktaeder Kristall mit einer oberen großen Tafel und einer kleineren Fläche an der unteren Spitze, auch Kalette genannt.

Die entwickelte Schleifscheibe gegen Ende des 15. Jahrhundert ermöglicht es nun, dass die Facetten wesentlich verbessert werden. Durch die neue Technologie des Schleifens werden immer mehr Facetten geschliffen, um die optische Wirkung des Diamanten weiter zu steigern.

Im 16. Jahrhundert entwickelt sich der „Dickstein“ weiter. Aus diesem „Tafelstein“ entsteht ein Facettenstein mit mehreckiger Tafel. Die vier seitlichen Kanten des Ober- und Unterteils werden zu je einer Facettenfläche  abgeschliffen. Es entstehen 18 Facetten, einschließlich der Spitzfläche („einfaches Gut“).
Das sogenannte „zweifaches Gut“ beim Diamanten entsteht durch das Anlegen weitere Facetten über den seitlichen Kanten mit 34 Facetten und einer geschliffenen Rundiste. Dieser Schliff, auch Mazarin Schliff genannt, soll um 1650  auf Empfehlung des französischen Kardinals Mazarin zurückgehen.

Vicenzio Peruzzi, ein venezianischer Schleifer soll angeblich der Entwickler des Diamant Schliff mit 58 Facetten sein. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts soll er diesen Schliff entwickelt haben und damit quasi einen Quantensprung im schleifen von Diamanten eingeläutet haben. Der Grundriss bzw. die Rundiste, als auch die eigentlichen Facetten sollen nicht ganz regelmäßig sein, jedoch bekommt der Schliff das „Dreifache Gut“, oder „Peruzzi Schliff“ und kommt dem modernen Schliff mit 58 Facetten sehr nahe.

Die Vollendung des Brillantschliff erfährt der Diamant jedoch gegen 1910 aus dem sogenannten Altschliff des 19. Jahrhunderts. Die Merkmale des Diamant Schliff sind eine kreisrunde Rundiste, 32 Facetten und die Tafel im Oberteil, mindestens 24 Facetten, sowie ab und an eine Rundiste.

Brillant, oder Brillanten dürfen sich nur Diamanten mit einem bestimmten Schliff nennen. Es darf sich in diesem Fall nur der runde Diamant mit Brillantschliff sein. Alle anderen Arten müssen entsprechend bezeichnet sein/werden.
In der Alltagssprache werden von Laien meist alle geschliffenen Diamanten als Brillanten bezeichnet, auch welche ohne Brillantschliff. Oft findet auch eine Verwechslung der Begriffe Brillant und Diamant statt. Sie werden synonym genutzt.

Moderne Schliffe von Diamanten erfolgen auf mathematischen Grundlagen und aus der praktischen Erfahrung. So wurden mehrere moderne Brillantschliffe entwickelt.
Die geläufigsten Schliffe für Brillanten sind der sogenannte Tolkowsky Brillant (1919), benannt nach dem Mathematiker und Gemmologen Marcel Tolkowsky. Bei diesem Schliff gibt es eine gute Lichtausbeute und beste Brillanz. Der Tolkowsky Brillant Schliff  ist heute in den USA Grundlage der Schliffgraduierung.
Der „Ideal Brillant“ nach Johnson & Rösch von 1926. Dieser Brillant Schliff soll nicht vorteilhaft sein. Er hat keine große Brillanz und wirkt zu unförmig.
Der „Feinschliff-Brillant“ nach Eppler 1949. Im Deutschland Grundlage der Schliffgraduierung werden die Proportionen an geschliffenen Diamanten mit bester Brillanz errechnet.
Parker Brillant (1951, Parker). Gute Lichtausbeute, aber auf Grund des zu flachen Oberteils geringe Dispersion und entsprechend mangelhaftes Farbenspiel..
Skandinavischer Standard-Brillant etabliert um 1962. Dieser Brillantschliff dient in Skandinavien als Voraussetzung für die Graduierung von Diamanten. Die Werte werden von geschliffenen Diamanten gewonnen.
Brillanten mit mehr Facetten als normalerweise üblich sind u.a.

  • King Schliff von 1941 mit 86 Facetten
  • Magna Schliff von 1949 mit 102 Facetten
  • Highlight Schliff von 1963 mit 74 Facetten
  • Princess-144-Schliff von 1965 mit 146 Facetten
  • Radiant Schliff von 1980 mit 70 Facetten

 

 

Diamantenhandel in Antwerpen im Wandel?

Jahrzehntelang prägten orthodoxe Juden in Antwerpen den Diamantenhandel.

Sie handelten und bestimmten den Diamantenhandel in Antwerpen. Nun scheint es, als ob indische Diamantenhändler den „alteingesessenen“ Orhodoxen den Rang ablaufen würden. Mehr und mehr bestimmen indische Händler den Diamantenhandel in Antwerpen.

Antwerpen gilt als das weltweite Zentrum für den Diamantenhandel. Über achtzig Prozent der Rohdiamanten, sowie über fünfzig Prozent geschliffener Diamanten werden dort gehandelt, mehr als an jeder anderen Diamantenbörse der Welt.

Diamanten im Wert von über 26 Mrd. Dollar wurden allein 2012 aus der Stadt exportiert.
Laut Aussage der Migrationsforscherin Kathryn Lum hätten vor einer Generation noch Türschilder mehrheitlich jüdische Namen getragen. Nun scheint sich ein Trend abzuzeichnen, dass sich immer mehr indische Namen durchsetzen, vorzugsweise aus den indischen Bundesstaat Gujarat.
Lum hat die indische Gemeinschaft in Antwerpen untersucht. Anfang der 1960er Jahre kamen die ersten Inder aus Gujarati nach Antwerpen, die Palanpuri Jains. Sie gehörten in Indien bereits einer erfolgreichen Kaufmannsklasse an, die bereits im polieren von Diamanten Erfahrungen machen konnten.
Ihnen folgten die sogenannten Kathiawadi Patels, die einst Bauern in Indien waren, jedoch durch widrige klimatische Umstände ins Diamantenzentrum Durat kamen.
Die Patels schlossen Kontakte mit den Jains, um in Europa Fuß fassen zu können. Mittlerweile machen die Patels ihren einstigen Helfern Konkurrenz.
„Die Diamantenindustrie kann keine Verträge auf Papier geltend machen“ so Lum. Diamanten sind klein und transportabel, überall wertvoll und nicht nachvollziehbar.
Diamanten und ihr Handel beruhe vorallem auf Vertrauen, weshalb Gemeinschaften und Beziehungen zu Familienunternehmen gepflegt werden. Diese „soziale Kontrolle“ sind das Fundament der orthodoxen Gemeinschaft gewesen.

Die indischen Händler können auf ähnliche soziale Strukturen setzen und aufbauen, um Vertrauen und Kontrolle zu schaffen. Verstärkt wird diese soziale Bindung noch durch den Umstand, dass innerhalb eigenen volkszugehörigen Gruppen geheiratet wird und somit in einem engen sozialen und solidarischem Netzwerk der Handel mit Diamanten bleibt.
Um sich im Bereich des Diamantenhandels zunächst etablieren zu können, fuhren die Jains anfangs die Strategie, sich auf kleinere, weniger wertvolle Diamanten zu konzentrieren.

Heutzutage gehören die indischen Diamantenhändler zu den tragenden Pfeilern der Diamantenindustrie Antwerpens.
„2012 seien laut Lum sechs neue Mitglieder ins Board des Antwerp World Diamond Centre eingezogen – fünf davon seien Gujarati gewesen.“

Diamantenhandel

Diamantenhandel

Große Diamanten werden „billiger“

Große Diamanten werden „billiger“

Laut RaPnet, dem größten Netzwerk für Diamanten weltweit, sollen große Diamanten „billiger“ werden.

Große Diamanten werden „billiger“. Dies bezieht sich natürlich auf Diamanten höchster Güte. Also Diamanten hoher Klarheit, keine, bis sehr geringe Färbung.
Als Gründe für den Preisverfall nennt RaPnet die Zurückhaltung chinesischer Käufer im Jahr 2013. Offenbar sind chinesische Käufer mehr auf kleinere Edelsteine bzw. Diamanten ausgewichen. Der indische Markt sei – so RaPnet – sehr enttäuschend gewesen. Durch den Verfall der indischen Rupie gegenüber dem Dollar von 11 Prozent verteuerten sich Diamanten für Inder erheblich.

Mittelfristig wird erwartet, dass die Preise für große Diamanten wieder anziehen werden.

Mit eine Vermutung des Preisverfalls von großen weißen Diamanten sind sicherlich die Rekordpreise für blaue und pink Diamanten im Jahr 2013. Scheinbar sind die farbigen Diamanten derzeit hochbegehrt als Wertanlage.

Diamant „Pink Star“

Diamant „Pink Star“ für Rekordsumme versteigert.

Der Diamant „Pink Star“ ist in Genf für die Rekordsumme von 62 Millionen Euro und quasi in Rekordzeit von nur 5 Minuten versteigert worden.
Der 59,60 Karat schwere lupenreine pinkfarbene Diamant von außergewöhnlicher Reinheit und Brillanz ist somit der teuerte Diamant der Welt. Zuvor wurde der Stein von Sotheby’s auf über 44 Millionen Euro taxiert worden und übertraf damit den geschätzen Wert nochmal um 18 millionen Euro. Der neue Eigentümer ist naturgemäß anonym. Bisher hielt der sogenannte „Graff Pink“ mit  24,8 Karat den Werterekord. Er wurde bei einer Auktion im Jahre 2010 für 34,2 Millionen Euro versteigert. Laut Sotheby’s sind in den letzten vergangenen Jahren gerade farbige Diamanten stark in Mode gekommen. Erst vor kurzem wurde bei Christie’s ein 14,82 Karat schwerer Edelstein für 26,5 Millionen Euro versteigert. Der Karatpreis lag somit bei unfassbaren 1,8 Millionen Euro.

Der „Pink Star“ Diamant wurde von DeBeers 1999 in Südafrika gefördert. Der Rohdiamant von 132,5 Karat wurde über 2 Jahre lang von Steinmetz Diamonds begutachtet, geschliffen und poliert. Nur so konnte der heutige Wert erzielt werden. Ursprünglich als Steinmetz Pink tituliert, wurde aus Tradition heraus der Name mit dem ersten Wechsel an den neuen Besitzer geändert in Pink Star.

Ein pinkfarbener Diamant von solcher Güte sind auch in den Schatzkammern von Staaten, oder Königshäusern sehr selten. Der Pink Star nimmt eine herausragende Stellung dahingehend ein. Kein vergleichbarer rosafarbener Diamant ist dort zu finden. Somit ist der Wert schier unermesslich.

Diamanten – eine krisensichere Anlagealternative?

Diamanten – eine krisensichere Anlagealternative?
Häufig wird darüber gesprochen, dass Diamanten nebst Gold als Anlagealternative attraktiv sei. Als Anlageobjekt in bezug auf Rohstoffe gilt Gold für die meisten Leute als der „sichere Hafen“. Problematisch ist jedoch, dass Gold bezogen auf die Rendite an den Aktienmärkten Kursschwankungen unterliegt und somit volatil, also flüchtig ist. Für den normalen Anleger also eher als problematisch einzustufen. Für den Endkunden sind die wichtigen Faktoren, ob sich ein Diamant als Wertanlage eignet schwer zu erkennen, respektive einzuschätzen. Fundiertes Fachwissen, sowie eine gute Vernetzung von aktuellen informationen sind qausi unerlässlich, um eine optimierte Beurteilung vornehmen zu können. Hier sind die Fachleute mit mehrjähriger Erfahrung gefragt.
Nun werden immer wieder Diamanten als Alternative diskutiert. Dazu sollte man wissen, dass Diamanten nicht so den Kursschwankungen, respektive den Verwerfungen unterliegt, wie Gold. Denn mit Diamanten wird kein Produkt konstruiert. Sie gelten als wertbeständig und bleibend.

Zudem kommt eine in diesem Jahr veröffentlichte Studie der Unternehmerberatung Bain & Co. in der auf eine Steigerung der Werte von Diamanten hingewiesen wird. Seit mehreren Jahrzehnten wurden keine Diamantminen mehr erschlossen, die nachhaltig und entscheidend für den Weltmarkt sind, jedoch steigt die Nachfrage kontinuierlich an, was die Attraktivität und den Wert von Diamanten beeinflusst. Man rechnet damit, dass bis zum Jahr 2020 quasi eine Verdopplung der Diamantenpreise erfolgt.

 

Diamanten – eine krisensichere Anlagealternative?
Folgendes muss beachtet werden!

Diamanten als Werteanlage unterliegen jedoch einigen Kriterien. So ist nicht jeder Diamant per se eine lohnende Wertanlage. Folgende unverzichtbare Kriterien müssen vorhanden sein, um einen Diamnten als explizite Wertanlage betrachten zu können.

  • Zertifikatsnachweis – hier ist GIA (Gemological Institute of America) wohl das Maß aller Dinge
  • Blutdiamanten – Aus welcher Mine wurde der Diamant gefördert? Wurden /werden Kriege bzw. politische Konflikte damit finanziert? Nur legale Quellen und Edelsteinschleifereien sind legitim. Stichwort Transparenz.
  • Qualität – meistens weiße Diamanten im Rundschliff der Farbe G-D (feines weiß – hochfeines weiß)

 

Diamanten - eine krisensichere Anlagealternative?

Pinkfarbene Diamanten erzielen Millionen

 

Pinkfarbene Diamanten erzielen Millionen

Pinkfarbene Diamanten erzielen Millionen.

In Australien sind zwei pinkfarbene Diamanten für Milionen versteigert worden. Aus der bekannten Argyle Mine, die dafür bekannt ist, pink Diamanten „auszuspucken“ wurden nun zwei Diamanten, genannt Argyle Dauphine mit 1,56 Karat und Argyle Phoenix mit 2,51 Karat für jeweils über zwei Millionen Dollar an den Mann/Frau gegangen.

Die Argyle Mine gehört zum Rio Tinto Bergbaukonzern.
Des Öfteren liest man, dass pinkfarbene Diamanten bis zu 50 mal teuer seien, als herkömmliche weiße Diamanten. Das ist schwierig zu kommentieren, denn es hängt von vielen Kriterien ab, wie ein Edelstein taxiert wird. Die Farbe alleine lässt nach geläufiger Meinung nach eine Verfünzigfachung nicht zu. Ein Merkmal mag sicherlich die Seltenheit sein.

 

Alternative und preiswerte Alternativen

Da natürliche pinkfarbene Diamanten für die meisten Menschen unerschwinglich sind,  hält die Diamantindustrie auch hier farbbehandelte Alternativen für den kleineren Geldbeutel bereit.

Um aus einem hellbraunen oder einen farblosen Diamanten einen Pink Diamanten zu kreieren werden derzeit zwei Methoden angewandt.
Hier muss man unterscheiden zwischen den Behandlungsmethoden „Coated“ und „HTHP“.

Coated
Dieses ist die geläufige Behandlungsmethode um pink Diamanten zu erzeugen.
Auf der Rückseite der hellbraunen oder farblosen Diamanten wird eine pinkfarbene Schicht aufgetragen, die den Diamanten seine pinkfarbene Optik verleiht.

HTHP
Bei der HTHP Behandlungsmethode werden hellbraune und farblose Diamanten hoher Hitze und hohem Druck ausgesetzt. Nur wenige der mit dieser Behandlungsmethode behandelten Diamanten erhalten eine zufriedenstellende pinke Färbung, weshalb der Preis für diese Diamanten bei bis zu 30.000 Euro/Karat liegen kann. Im Vorfeld weiß man nicht, welche Farbe der zu behandelnde Diamant annimmt, wenn er dieser Behandlungsmethode ausgesetzt wird. Hier kann man fast von einem Glückspiel sprechen, wenn die erwünschte pinke Farbe erzielt wird. Genau dieser Umstand ist es, der pinkfarbene Diamanten, die nach dieser Behandlungsmethode entstanden sind, sehr teuer macht.
Pinkfarbene Diamanten erzielen Millionen. Dies wird in der Welt des Öfteren immer wieder vermeldet. Offenbar – und das scheint auf einen verstärkten Abbau hinzuweisen – ist Australien in Bezug auf Diamantförderung, da insbesondere auf pinkfarbene Diamanten sehr begehrt.

Wir werden gespannt sein, wie oft wir die folgende Meldung in den einschlägigen Gazetten lesen, oder hören werden: Pinkfarbene Diamanten erzielen Millionen.

 

 

Rekordpreis für einen Diamanten

In China ist ein Rekordpreis für einen Diamanten erzielt worden. Das Auktionhaus Sotheby’s versteigerte in einer Auktion einen weißen Diamanten mit 118 Karat. Groß wie ein Ei, erzielte der Diamant einen Rekordpreis von unfassbare 30,6 Millionen Dollar. Der Bieter, respektive Käufer ist natürlich nicht bekannt.
http://wirtschaftsblatt.at/home/foto_video/video/wirtschaft/1462029/Rekordpreis-fuer-Diamanten

Wenn der Rekordpreis für einen Diamanten mit 118 Karat bei 30,6 Millionen Dollar liegt, was wären dann berühmte Diamanten Wert?

Der größte und berühmteste je gefundene weiße Rohdiamant ist der „Cullinan“.
Der „Cullinan“ wurde 1905 in einer Mine in Südafrika gefunden und wog 3106,75 Karat.
Im Jahre 1907 wurde der „Cullinan“ anlässlich seines 66. Geburtstages dem britischen König Edward VII geschenkt. Der Name des außergewöhnlichen Diamanten stammt vom Vorsitzenden der damaligen Minengesellschaft, Sir Thomas Cullinan.
1908 wurde der „Cullinan“ in Amsterdam in 9 große und 96 kleine Teile gespalten und anschließend geschliffen worden. Die Firma Asscher in Amsterdam schliff 1908  alle Steine.
Die 9 großen Diamanten sind bis heute Teil der britischen Kronjuwelen und sind im Tower von London ausgestellt.

Cullinan 1: Ein 530,20 Karat Diamant im Tropfenschliff, wird auch als „großer Stern von Afrika“ bezeichnet. Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 59.00 x 46.00 x 28.00 mm!

Cullinan 2: Ein 317,40 Karat Diamant im Kissenschliff, wird auch als „kleiner Stern von Afrika“ bezeichnet. Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 45.50 x 41.00 x 25.00 mm!

Cullinan 3: Ein 94,40 Karat Diamant im Tropfenschliff. (Pear shape)
Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 39.50 x 26.00 x 15.00 mm!

Cullinan 4: Ein 63,30 Karat Diamant im Kissenschliff. (Cushion cut)
Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 26.00 x 26.00 x 13.00 mm!

Cullinan 5: Ein 18,50 Karat Diamant im Dreikantschliff. (Trilliant cut)
Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 17.00 x 18.50 x 8.00 mm!

Cullinan 6: Ein 11,50 Karat Diamant Navettschliff. (Marquise cut)
Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 29.00 x 12.00 x 6.00 mm!

Cullinan 7: Ein 8,80 Karat Diamant im Navettschliff. (Marquise cut)
Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 22.00 x 11.50 x 6.00 mm!

Cullinan 8: Ein 6,80 Karat Diamant im Kissenschliff. (Cushion cut)
Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 15 x 10.5 x 6.00 mm!

Cullinan 9: Ein 4,39 Karat Diamant im Tropfenschliff. (Pear shape)
Die Abmessungen dieses Diamanten betragen ca. 14.00 x 9.00 x 6.00 mm!

Rekordpreis für einen Diamanten. Diesen immer wiederkehrenden Satz in der Presse, oder TV wird man sicherlich noch des Öfteren hören, oder lesen.

 

 

 

Rekordpreis für einen Diamanten