Blaue Diamanten

Blaue Diamanten
Für die blaue Farbe von „blaue Diamanten“ ist das Element Bor verantwortlich.
Das Element Bor kommt in der Natur nur in saustoffhaltigen Verbindungen vor.
Blaue Diamanten sind sowohl bei Schmuckliebhaber, als auch bei Edelsteinsammlern sehr begehrt.
Der wohl berühmteste blaue Diamant  ist der „Hope Diamant“ mit 45,52 Karat, welcher der Legende nach verflucht sei.
Diese Legende verdankt der Hope Diamant vermutlich u.a. seiner Phosphoreszenz, welche den blauen Diamanten im dunkeln ca. 1 Minute intensiv rötlich leuchten lässt.
Der Hope Diamant, obgleich man ihn häufig in Verbindung mit „Hoffnung“ bringt, verdankt seinen Namen dem Bankier Henry Philip Hope, der von ihm um 1830 erworben wird. Es wird davon ausgegangen, dass der Hope Diamant wohl aus einem anderen Stein umgeschliffen hervorging. Durch den relativ häufigen Besitzerwechsel, die der Legende nach immer rätselhaft ums Leben kamen, wurde dem Hope Diamanten ein Fluch angedichtet. 1958 wurde der Hope Diamant dem Smithsoninan Institute in Washington als Geschenk übertragen und kann heute dort besichtigt werden.
Sein Wert wird auf ca. 250 Mio.  US Dollar geschätzt.

Der zweitgrößte berühmte blaue Diamant ist der „Blaue Wittelsbacher“ mit 31,06 Karat.
Von der Reinheit, der Farbe, dem Schliff und der Größe erinnert dieser blaue Diamant sehr stark an den Hope Diamanten. Ursprünglich 35,56 Karat schwer, ließ Graff, ein Edelsteinhändler und Juwelier den Diamanten im Jahr 2009 umschleifen. Dabei verlor der ursprüngliche Wittelsbacher Diamant 4 Karat. Dieser Umschliff, bzw. Umarbeitung hat auch sehr viele Kritiken eingebracht, da durch den Umschliff der historische Kontext verlorenging. Der „Blaue Wittelsbacher“ tauchte das erste mal um 1666 auf. Die Vorgeschichte des Diamanten, als auch wo er seinen ersten Schliff erhielt, liegt im geschichtlichen Dunkel. Jahrhundertelang wanderte der „Blaue Wittelsbacher“ quasi durch die Königshäuser Europas.
Auf Grund der Weltwirtsschaftskrise anfang des 20. Jahrhunderts und den damit verbunden Liquiditätsproblemen im Hause Wittelsbach, durfte mit Genehmigung der damaligen Staatsregierung der „Blaue Wittelsbacher“ veräußert werden. Es fand sich kein Käufer. In den kommenden Jahrzehnten gelangte der Diamant auch in den Besitz des damaligen Kaufhausbesitzers Horton, der ihn für seine Frau erwarb. 2008 erwarb bei einer Auktion von Christie’s der „Blaue Wittelsbacher“ der Londoner Edelsteinhändler und Juwelier Graff den Stein, der ihn wiederum umschleifen ließ.

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