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Diamant

Reinheitsverbesserte Diamanten

Was sind „Behandelte“ Diamanten?

„Behandelte“ Diamanten sind/waren Diamanten, die oft Einschlüsse aufwiesen, die mit dem bloßen Auge erkennbar waren. Das heißt, es waren normalerweise Steine, die die Reinheit P1, P2, P3 aufwiesen. Diese für das menschliche Auge sofort erkennbaren Einschlüsse sind selbstverständlich unattraktiv. Der Diamant wird dann entsprechend „behandelt“, sodass keine sichtbaren Einschlüsse mehr vorhanden sind.
Die Behandlung ähnelt der Idee einer Reparatur einer Windschutzscheibe, die einen Riss hat. Anstatt die gesamte Scheibe auszutauschen, wird lediglich der „Spalt“ gefüllt.
In ihrer durch eine Behandlung verbesserten Reinheit behandelte Diamanten werden dann als „behandelte“ Diamanten bezeichnet.
Nach einer solchen Behandlung sind Einschlüsse für das menschliche Auge unsichtbar.

Wie kann ich wissen, wann ein Diamant behandelt wurde?

Dies sollte Ihnen ein guter Juwelier vor einem Kauf mitteilen und auch erklären. Wenn der Kauf zu gut und verlockend ausschaut, fragen Sie explizit nach, ob der Diamant behandelt wurde.
Ein seriöser Juwelier wird Ihnen umgehend Auskunft geben.
Diamantlabore wie GIA zertifizieren keine behandelten Diamanten, EGL zertifiziert auch behandelte Diamanten. Wenn ein Diamant der Güte I2 behandelt und zu einem SI2 Diamanten gemacht wurde, wird EGL dies in einer Fußnote erwähnen.

 

Verringert ein behandelter Diamant den Wert des selbigen?

Hier muss man ganz klar sagen: Nein!
Warum? Wenn ein Kunde einen reinheitsverbesserten Diamanten kauft, dann bezahlt er im Wesentlichen die Qualität des Steines bevor der Diamant behandelt wurde, sowie die Kosten der Behandlung.
Nun nehmen wir an, wir haben einen 2.00 Karäter Diamanten mit der Farbe D, der einen sichtbaren Einschluss unter der Tafel hat und P1 klassifiziert ist. Der sogenannte Straßenpreis wäre ca. 11.500 Euro. Nun gibt es nicht sehr viele Leute, die diese Summe für einen 2.00 Karäter Diamanten bezahlen würden, der einen mit dem Auge sichtbaren Einschluss hätte. Nehmen wir jedoch denselben Diamanten und machen nach der Behandlung den Einschluss für das Auge unsichtbar. Dann haben sie einen 2.00 Karat Diamanten der Güte SI1 für nur 11.700 Euro ohne sichtbare Einschlüsse.
Für jemanden, der für einen qualitätsgleichen unbehandelten 2.00 Karäter Diamanten bis zu 28.000 Euro bezahlt klingt das nicht so schlecht. Während der Diamant nach der Behandlung wie ein SI1 aussieht, zahlen sie nur den Preis vor der Behandlung, als es sich noch um einen P1 Diamanten handelte.

Genauso wie bei den 2.00 Karätern verhält es sich auch mit den anderen Diamantgrößen.
Beispiele hierfür sind:
2.00 Karat D/SI1 unbehandelt ca. 28.000 Euro
2.00 Karat D/P1 unbehandelt ca. 11.500 Euro
nach der Behandlung = (2.00 Karat D/SI1 behandelt =  11.700 Euro)

1.00 Karat D/SI1 unbehandelt ca. 9.000 Euro
1.00 Karat D/P1 unbehandelt ca. 2.700 Euro
nach der Behandlung = (1.00 Karat D/SI1 behandelt =  2.900 Euro)

In unserem Onlineshop bieten wir sowohl behandelte, wie auch unbehandelte GIA zertifizierte Diamanten an.

 

 

Diamantring Pforzheim 2.00 Karat, 585/14K od. 750/18K Gelbgold

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Diamantring Potsdam, 2.00 Karat, 585/14K oder 750/18K Gelbgold

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Diamantring München, 2.00 Karat in 585/14K od. 750/18K Weißgold

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Diamantring Basel, 2.00 Karat in 585/14K od. 750/18K Rosegold

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Diamantring Stuttgart 2.00 Karat D/SI1, 585/14K od. 750/18K Weißgold

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Diamanten, ihren Schliff und Entwicklung

Obgleich Diamanten schon mehrere tausend Jahre bekannt sind, erfolgte die Bearbeitung zur Erhöhung des optischen Effektes erst im 13. Jahrhundert.

Zuvor wurden Rohsteine benutzt, deren Kanten allenfalls abgeschliffen wurden, um die Optik zu erhöhen. Nun aber erfolgt ein abschleifen bzw. polieren der geraden Flächen des Oktaeder mit größerer Sorgfalt. Es entsteht der wirklich erste Brillantschliff des „Spitzstein“, benannt nach der kristaline Form. Dieser Schliff markiert den Anfang einer Schleifentwicklung, an deren Ende der moderne Brillantschliff steht.

Im 14. Jahrhundert entwickelt sich der sogenannte Dickstein, auch Tafelstein genannt. Es ist ein Oktaeder Kristall mit einer oberen großen Tafel und einer kleineren Fläche an der unteren Spitze, auch Kalette genannt.

Die entwickelte Schleifscheibe gegen Ende des 15. Jahrhundert ermöglicht es nun, dass die Facetten wesentlich verbessert werden. Durch die neue Technologie des Schleifens werden immer mehr Facetten geschliffen, um die optische Wirkung des Diamanten weiter zu steigern.

Im 16. Jahrhundert entwickelt sich der „Dickstein“ weiter. Aus diesem „Tafelstein“ entsteht ein Facettenstein mit mehreckiger Tafel. Die vier seitlichen Kanten des Ober- und Unterteils werden zu je einer Facettenfläche  abgeschliffen. Es entstehen 18 Facetten, einschließlich der Spitzfläche („einfaches Gut“).
Das sogenannte „zweifaches Gut“ beim Diamanten entsteht durch das Anlegen weitere Facetten über den seitlichen Kanten mit 34 Facetten und einer geschliffenen Rundiste. Dieser Schliff, auch Mazarin Schliff genannt, soll um 1650  auf Empfehlung des französischen Kardinals Mazarin zurückgehen.

Vicenzio Peruzzi, ein venezianischer Schleifer soll angeblich der Entwickler des Diamant Schliff mit 58 Facetten sein. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts soll er diesen Schliff entwickelt haben und damit quasi einen Quantensprung im schleifen von Diamanten eingeläutet haben. Der Grundriss bzw. die Rundiste, als auch die eigentlichen Facetten sollen nicht ganz regelmäßig sein, jedoch bekommt der Schliff das „Dreifache Gut“, oder „Peruzzi Schliff“ und kommt dem modernen Schliff mit 58 Facetten sehr nahe.

Die Vollendung des Brillantschliff erfährt der Diamant jedoch gegen 1910 aus dem sogenannten Altschliff des 19. Jahrhunderts. Die Merkmale des Diamant Schliff sind eine kreisrunde Rundiste, 32 Facetten und die Tafel im Oberteil, mindestens 24 Facetten, sowie ab und an eine Rundiste.

Brillant, oder Brillanten dürfen sich nur Diamanten mit einem bestimmten Schliff nennen. Es darf sich in diesem Fall nur der runde Diamant mit Brillantschliff sein. Alle anderen Arten müssen entsprechend bezeichnet sein/werden.
In der Alltagssprache werden von Laien meist alle geschliffenen Diamanten als Brillanten bezeichnet, auch welche ohne Brillantschliff. Oft findet auch eine Verwechslung der Begriffe Brillant und Diamant statt. Sie werden synonym genutzt.

Moderne Schliffe von Diamanten erfolgen auf mathematischen Grundlagen und aus der praktischen Erfahrung. So wurden mehrere moderne Brillantschliffe entwickelt.
Die geläufigsten Schliffe für Brillanten sind der sogenannte Tolkowsky Brillant (1919), benannt nach dem Mathematiker und Gemmologen Marcel Tolkowsky. Bei diesem Schliff gibt es eine gute Lichtausbeute und beste Brillanz. Der Tolkowsky Brillant Schliff  ist heute in den USA Grundlage der Schliffgraduierung.
Der „Ideal Brillant“ nach Johnson & Rösch von 1926. Dieser Brillant Schliff soll nicht vorteilhaft sein. Er hat keine große Brillanz und wirkt zu unförmig.
Der „Feinschliff-Brillant“ nach Eppler 1949. Im Deutschland Grundlage der Schliffgraduierung werden die Proportionen an geschliffenen Diamanten mit bester Brillanz errechnet.
Parker Brillant (1951, Parker). Gute Lichtausbeute, aber auf Grund des zu flachen Oberteils geringe Dispersion und entsprechend mangelhaftes Farbenspiel..
Skandinavischer Standard-Brillant etabliert um 1962. Dieser Brillantschliff dient in Skandinavien als Voraussetzung für die Graduierung von Diamanten. Die Werte werden von geschliffenen Diamanten gewonnen.
Brillanten mit mehr Facetten als normalerweise üblich sind u.a.

  • King Schliff von 1941 mit 86 Facetten
  • Magna Schliff von 1949 mit 102 Facetten
  • Highlight Schliff von 1963 mit 74 Facetten
  • Princess-144-Schliff von 1965 mit 146 Facetten
  • Radiant Schliff von 1980 mit 70 Facetten