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Coated Diamanten

Coated Diamanten

Die Anfänge des sogenannten Coated Diamanten gehen zurück bis in die Viktorianische, respektive Georgische Ära. In der Zeit war es gängige Praxis, dass die Oberfläche des Edelsteins – neben dem polieren und schneiden – mit farbiger Alufolie ummantelt (Coated) wurde. Dies stellte die erste Behandlung (Treatment) von Diamanten dar.
Vereinzelt wurden solche Diamanten in geschlossenen Schmuckstücken eingesetzt, dass die Untersuchung und den Echtheitsnachweis problematisch machten.
Unter Vergrößerung ließ sich erkennen, dass sich Bereiche der Aluummantelung vom Edelstein ablösten und augenscheinlich Flocken bildeten. Ferner bildete sich auch Feuchtigkeit zwischen dem Edelstein und der Folie, sodass sich die Farbe abbaute und untergleichmäßige Färbungen entstanden.
Jedoch auf Grund des antiken Status wurden Diamanten in älterem Schmuck nicht in Ihrem Wert beeinträchtigt.
In der Neuzeit wurden anspruchsvollere Oberflächenbeschichtungen entwickelt. Dazu gehören hauchdünne Beschichtungen mit blauvioletten Farbstoffen und unter Vakuum aufgetragener Magnesiumfluoridschichten die der Magnesiumsfluorid-Beschichtung von Kameraobjektiven ähnelt.
Diese Beschichtungen führen dazu, dass z.B. ein gelb getönter Diamant „bleich“ wirkt. Beide Farben sind komplementär zueinander und bewirken, dass sich die Farben aufheben. Der Coated Diamant wirkt weiß.
Die Beschichtung durch diese Behandlungsmethode ist unter härtesten Bedingungen nur schwerlich zu erkennen.
Während aufgetragene Farbstoffe unter heißem Wasser oder Alkohol entfernt werden können, ist bei der unter Vakuum aufgetragenen Magnesiumfluoridschichtbehandlung Schwefelsäure notwendig, um den aufgetragenen Film zu entfernen. Bei starker Vergrößerung kann der aufgetragene Film nachgewiesen werden, da Luftblasen eingeschlossen wurden und die Beschichtung „erhöht“ wirkt und abplatzt.
Eine weitere Behandlungsmethode ist das Bestauben von Diamantstaub auf synthetischen Diamanten. Durch diese Methode wird ein echter Diamant simuliert. Der synthetische Diamant erhält durch diese Behandlungsmethode bestimmte Eigenschaften eines echten Diamanten, darunter höhere Kratz- und Verschleißfestigkeit, eine höhere Wärmeleitfähigkeit als auch eine geringere elektrische Leitfähigkeit.
Während die Kratz- und Verschleißfestigkeit ein legitimes und anzustrebendes Ziel bei echten Diamanten ist, sind die Methoden zum Zwecke der Irreführung (synthetischen Diamanten zum „echten“ Diamanten) als verwerflich und unseriös anzusehen.

Coated Pink Diamant