Weißgold

Weißgold ist für viele Menschen gegenüber Gelbgold die edlere Variation. Die Goldlegierung bei Weißgold kann sich aus Feingold, Palladium, Nickel, Silber und Kupfer zusammensetzen.
Kupfer wird jedoch für gewöhnlich nur bei Goldlegierungen benutzt, die einen Feingoldanteil von weniger als 59% aufweisen (585er Gold).

Durch die Beimischung von Palladium, Nickel und Silber entfärbt das gelbe Feingold und man erhält das sogenannte Weißgold.

 

Palladium-Weißgold

Es gibt auch reine Palladium-WG Legierungen, die für gewöhnlich für 750er Weißgold benutzt werden. Hier liegt der Feingoldanteil bei 75% und der Palladiumanteil bei 25%.
Es gibt diese Mischung jedoch auch mit einem geringen Teil Silber!

 

Silber-Weißgold

Bei der Legierung Silber-WG werden hauptsächlich Silber und Feingold miteinander gemischt. Diese Silber-Weißgoldlegierung gibt es in allen gängigen Legierungen wie 333er, 417er, 585er und 750er.

 

Aufgrund der unterschiedlichsten Mischungen bei Weißgoldlegierungen, kommt es auch zu unterschiedlichen Farbvariationen. Poliertes Weißgold wird für gewöhnlich zusätzlich rhodiniert. Durch die Rhodinierung erhält das WG eine glänzende Oberfläche und die eigentliche Farbe der Goldlegierung ist nicht mehr zu erkennen.

Rhodium ist ein hartes, silbrig-weißes Edelmetall. Es gehört zu der Gruppe der sogenannten Platinmetalle.
Rhodium ist korrosionsbeständig und abriebfest, da es härter als Gold und Silber ist. Man macht sich diese Eigenschaft zunutze, um nicht nur das Aussehen zu verbessern, sondern auch um die Härte und Abriebfestigkeit des eigentlichen Schmuckstückes zu erhöhen.
Schmuckstücke werden in einem Rhodium Bad getaucht und unter Zuhilfenahme von Strom mit einer Rhodium Schicht überzogen. Bei diesem Vorgang spricht man auch vom Galvanisieren oder Elektroplattieren.
Die Beschichtungsdicke für die Goldlegierung kann beim Galvanisieren durch die eingebrachte Zeit in das Rhodium Bad beeinflusst werden.

Auf der Abbildung sehen Sie ein Typisches Schmuckstück, welches aus einer WG-Legierung gefertigt wurde.

Hier handelt es sich um einen schmalen Memoire-Diamantring mit 1.00 Karat Diamanten.
Weißgold Diamantring

Wissenswertes:
Die ersten WG-Legierungen wurden im Jahre 1912/1913 in Pforzheim entwickelt.
Ziel war es, einen kostengünstigen und stempelfähigen Ersatz für Platinschmuck zu erschaffen, der anschließend unter den Namen Weißgold eingeführt und vermarktet wurde.

Dieses Diamantarmband ist aus 585er Weißgold gefertigt.

Weißgold Diamantarmband

 

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